GOZ 9120 – Sinusbodenelevation durch externe Knochenfensterung (externer Sinuslift), je Kieferhälfte

geschwächte Knochensubstanz

Gefahr der arteriellen Verletzung

Den Gebührenrahmen überschreitende Schwierigkeit und wesentlich erhöhter Zeitaufwand (x Minuten/Stunden) durch behandlungsbehindernde Umstände aufgrund äußerst schrittweiser, behutsamer Vorgehensweise wegen geschwächter Knochensubstanz und durch die Notwendigkeit der Auffüllung des gesamten Subantralraums[1].Zudem bestand während des Eingriffs bei Frau/Herrn…. die Gefahr der arteriellen Verletzung der Gefäße in der lateralen Kieferhöhlenwand und der Kieferhöhlenschleimhaut.
harte und kompakte Knochenstruktur/weitmaschige Spongiosa Vergleichsweise maximaler Schwierigkeitsgrad und extremer Zeitaufwand bei Frau/Herrn… durch ungünstige anatomische Verhältnisse aufgrund extrem harter und kompakter Knochenstruktur/weitmaschige Spongiosa[2]. Zusätzlich sorgte die in der Nachbarregion notwendige Knochenspaltung für weiter instabile Knochenverhältnisse.
KH-Septen Es entstand ein hoher Zeitaufwand und Schwierigkeit durch anatomische Besonderheit aufgrund eines geteilten Sinus maxillaris[3] bei Patientin/Patient… Somit war ein weiterer operativer Zugang erforderlich. Die extreme Schwierigkeit bestand durch die nierenförmige Anatomie um das Septum herum.
enge/schmale Kieferhöhle Bei Frau/Herrn… war ein besonders vorsichtiges Vorgehen erforderlich aufgrund der sehr engen/schmalen Kieferhöhle mit Gefahr der Perforation[4]. Dies erforderte einen weitaus höheren Zeitaufwand als üblich.
Gefahr der Ruptur Im vorliegenden Behandlungsfall bei Patientin/Patient… bestand die Gefahr der Ruptur[5] durch Unebenheiten am Boden des Alveolarkamms, hervorgerufen z.B. durch vorangegangene Entzündungen nach Extraktionen der Molaren. Dies erforderte ein extrem behutsames Vorgehen, was zu einem erheblichen Zeitaufwand führte.
Gefahr der Verletzung
arterieller Anastomosen
Extrem hoher Zeitaufwand mit behandlungsbehinderten Umständen durch den lateralen Zugang, was besonders im atrophen[6] Kiefer, wie bei Frau/Herrn…, die nicht unerhebliche Gefahr der Verletzung arterieller Anastomosen[7] der Infraorbitalarterie[8] mit der Arteria alveolaris posterior superior[9] birgt.
limitierter Zugang
zur Kieferhöhle
Aufgrund des stark atrophierten Kiefers war der laterale Zugang zur Kieferhöhle limitiert, was zu einer erheblich eingeschränkten visuellen Übersicht führte. Somit musste das laterale Fenster durch den processus zygomaticoalveolaris[10] gewählt werden, wodurch ein vorsichtiges Präparieren von Weichteilen in der Kieferhöhle mitunter verhindert wurde. Es bestand bei Frau/Herrn… ein erhebliches Perforationsrisiko. Dadurch gestaltete sich die gesamte OP zeitaufwendig und schwierig.
narbige Verwachsungen
der Sinusschleimhaut
Die narbigen Verwachsungen der Sinusschleimhaut durch zurückliegende Extraktionen/periapikale Entzündungsprozesse usw. bestand beim Ablösen der Schneider´schen Membran ein erhebliches Risiko einer Perforation. Dies erforderte bei Frau/Herrn… in diesem speziellen Behandlungsfall mit behandlungsbehinderten Umständen ein extrem vorsichtiges Vorgehen, besondere Schwierigkeiten und einen erheblich hohen Zeitaufwand.
Zusätzliche Komplikation Durch die zusätzlich auftretende Komplikation (z. B. Perforation oder Rupturen der Schneider’schen Membran[11]) erforderte der Eingriff (die Abdeckung erfolgte mittels Kollagenmembran und wurde in den Sinus gelegt) bei Frau/Herrn… einen weitaus höheren Zeitaufwand und war erheblich schwieriger als im Durchschnitt.

Behandlungsfallentsprechende Komplikation bitte zuordnen/einfügen!

Schwer
zugängliche Region

Einriss
Schneider´sche Membran

erhöhter Augmentationsbedarf

Ein deutlich hoher Zeitaufwand entstand bei Frau/Herrn… durch die schwer zugängliche Region und eingeschränktem Manipulationsbereich. Des Weiteren war die Schneider`sche Membran so mit der ehemaligen Extraktionsalveole fest verwachsen, dass sie einriss und mit einer zusätzlichen Membran in Antro[12] abgedeckt werden musste. Ein weiterer Zeitaufwand und Schwierigkeitsgrad entstand bei Frau/Herrn… durch den großvolumigen Sinuslift, wodurch ein erhöhter Augmentationsbedarf entstand mit zusätzlichem Zeitaufwand um weitere Augmentate einzubringen.
Schwellung Kieferhöhlenboden Bei Frau/Herrn… gestaltete sich die Operation äußerst schwierig durch die geschwollene respiratorische Membran[13] im gesamten Kieferhöhlenboden. Zusätzlich erfolgte das operative Vorgehen extrem vorsichtig mittels Piezochirurgiegerät und somit deutlich zeitaufwendiger als mit herkömmlichen Instrumenten.
  1. Subantralraum = ist der geschaffene Raum zwischen knöchernem Kieferhöhlenboden und angehobener Kieferhöhlenschleimhaut
  2. Spongiosa = nicht kompaktes, maschenähnliches Knochengewebe
  3. Sinus maxillaris = Kieferhöhle
  4. Perforation = Durchstoßung oder Durchbohrung des Gewebes, das eine Körperhöhle ummantelt
  5. Ruptur = Durchbruch, Zerreißung
  6. Atrophie = Schwund von Organen, Zellen und Gewebe
  7. Anastosmosen = Verbindungen zwischen Nerven oder Blutgefäßen
  8. infraorbital = unterhalb der Augenhöhle gelegen
  9. Arteria alveolaris posterior superior = Gefäßast aus dem 3. Abschnitt der Arteria maxillaris (Pars pterygopalatina), der sie Seitenzähne des Oberkiefers versorgt
  10. processus zygomaticoalveolaris = Knochenleiste beidseits am Oberkiefer des Menschen. Sie liegt am Übergang vom Jochbein (Os zygomaticum) zum Oberkiefer (Maxilla) oberhalb des ersten Molaren
  11. Schneider’sche Membran = Schleimhaut-Knochenhaut-Schicht, welche die Kieferhöhle auskleidet
  12. In Antro = in der Kieferhöhle
  13. respiratorische Membran = Schneider´sche Membran
V.1.1 schwer zugängliche Region/Einriss Schneider´sche Membran/ erhöhter Augmentationsbedarf neu angelegt 16.05.2019
V.1.2 Schwellung Kieferhöhlenboden neu angelegt 21.01.2020